In meiner Arbeit erforsche ich die Grenze zwischen Form und Empfindung — den Ort, an dem das Objekt aufhört, bloße Materie zu sein, und sich in eine Erfahrung verwandelt. Diese Fotografie entstand als Beobachtung der Fragilität des Daseins und der Spuren, die die Zeit auf jeder Oberfläche hinterlässt. Linien und Texturen sind nicht nur visuelle Elemente; sie sind eine Karte der Veränderung, ein Gedächtnis von Bewegung und Stille zugleich.
Ich wähle eine minimalistische Bildsprache, weil ich daran glaube, dass Stärke aus der Begrenzung entsteht. Das Licht in meiner Arbeit beleuchtet nicht nur — es formt, konstruiert und offenbart verborgene Strukturen. Die monochrome Ästhetik reduziert visuelles Rauschen und erlaubt es dem Betrachter, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Rhythmus, Spannung und inneren Raum.
Für mich ist Fotografie kein Dokument, sondern Transformation — eine Möglichkeit, Realität in ein Symbol zu verwandeln. Diese Arbeit existiert zwischen dem Organischen und dem Abstrakten, zwischen Körper und Idee. Sie gibt keine Antworten, sondern schafft einen Raum für persönliche Interpretation und Kontemplation.
Die Auszeichnung mit dem 1. Preis und der Goldmedaille beim 52° Salon des Artistes – Ville de Houilles, Paris ist kein Endpunkt, sondern eine Bestätigung der Kraft von Stille, Minimalismus und innerer Tiefe als universelle visuelle Sprache.
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